Bretagne 2017 : Cote Granit Rose und Dinard

1. Tag Ankunft Trégastel/Cote Granit Rose: Das war ein Ritt...1040 km und 12 Stunden bis nach Trégastel...puh. Aber wir sind angekommen und nachdem wir unser tolles Ferienhaus gesehen haben, war die Fahrt vergessen. Abends noch einen kleinen Spaziergang gemacht und den Mund vor Staunen kaum noch zugekriegt. Was für eine Küste....riesige Felsen, in denen man Gesichter erkennen kann und weite Strände. Dazu kaum Menschen und wunderbare, frische Luft, die wir nach diesen schwülen und stickigen Tagen im Elsass einfach nur geniessen. 

2. Tag Tregastel (Cote Granit Rose): So ein Wetter hätte man hier gar nicht erwartet. Nicht eine Wolke am Himmel und so angenehme Temperaturen. Morgens erstmal auf den Markt in Perros Guirec und ein paar leckere Sachen geholt und ein Stück am Strand gelaufen. Mittagessen bei "chez Mario" in Tregastel Bourg, ein sehr lustiger Italiener, der wirklich alles frisch zubereitet. Wenn man keinen Fisch isst, sind die Möglichkeiten hier schon eingeschränkt. (Jedenfalls in den kleineren Orten). Nachmittags Siesta im Garten und Wanderung über die Ile Renote, tolle Buchten und Felsen überall. Abends an den Strand von Tregastel, auch hier wieder riesige Felsformationen und beeindruckende Aussichten. Vom Aussichtspunkt in Tregastel hat man einen tollen Blick über die Küste. Es wird abends gar nicht dunkel, um 21 Uhr denkt man es ist gerade mal 18 Uhr. Faszit: Die Cote Granit Rose, gerade hier bei Trégastel ist mit die schönste Küste, die wir jeweils gesehen haben. Es ist eine Mischung aus den schwedischen Schären, Norwegen und der Cote D'Azur und man kann laufen und laufen und laufen...wunderschön...

3. Tag Trégastel:

Und wieder scheint die Sonne und man sieht keine Wolke. Heute morgen war es sogar ziemlich heiß. Morgens haben wir eine Wanderung durch das wunderschöne Vallée de Traouiero gemacht. Ein Tal voller Sagen und Mythen, riesigen Felsen und Farnen und wunderschöner Wald. Einfach zwischen Trégastel und St. Guirec rechts die Route de Randreus abbiegen und nach ca. 700 m kommt eine Parkmöglichkeit und der Eingang des Tals ist mit einem Schild gekennzeichnet. Dann immer der Beschilderung folgen, man kann einen Rundweg von 5 km laufen oder einfach das ganze Tal hin und zurück (ca. 10 km). Mittagessen in St. Guirec im Ker Louis, wirklich ein tolles Restaurant. Menü für 18,90 Euro ..sehr lecker.

Nachmittags haben wir uns die Ruine des Chateau Tonquedec angesehen, sehr beeindruckend und idyllisch gelegen. Auch hier kann man einen 9 km langen Wanderweg laufen und dabei noch das Chateau de Kergrist besichtigen.  Abends Sonnenuntergang vom Aussichtspunkt in Trégastel....wunderschön....

4. Tag Trégastel: Und wieder scheint die Sonne erbarmungslos...Morgens sind wir auf die Ile Grande gefahren und dort den Küstenweg gelaufen, zum Glück ist es immer etwas windig ansonsten wäre es zu heiß gewesen. In Trebeurden haben wir ein schönes Restaurant gefunden und wieder ein sehr günstiges und leckeres Menue gegessen. Auf dem Rückweg haben wir einen schönen Strand gefunden und bei 28 Grad konnte man auch mal ins Wasser gehen, auch wenn die Wassertemperatur nur bei 16 Grad liegt. Es war herrlich. Abends sind wir den Rundweg auf der Ile Renot gelaufen (in Trégastel), eine wirklich schöne Halbinsel mit tollen Felsen. Nach ca. 14 km laufen waren wir abends dann auch platt ...bzw. die Füße....Morgen geht es auf die Ile de Brehat, ich bin gespannt !

5. Tag Trégastel: Heute morgen sind wir von l'Arquest mit dem Boot innerhalb von 10 Minuten auf die Ile de Brehat gefahren. Der Andrang von Menschen war überraschend um diese Jahreszeit und auf einem Montag. Auch auf der Insel sind viel zu viele Menschen und Fahrrad fahren gestaltet sich schwierig. Dazu ist die Insel so klein, dass man gar kein Fahrrad gebraucht hätte. Es ist eigentlich eine sehr idyllische Insel mit wunderschönen Häuschen und Blumen überall und dazu  die zerklüftete Küste mit türkisfarbenem Wasser...aber wie gesagt, für mich machen zu viele Menschen die Atmosphäre kaputt, schade eigentlich. Im Restaurant wurde Touri-Essen serviert und das nicht gerade günstig, aber das war zu erwarten. Heute waren 30 Grad...nirgendwo Schatten, wir waren abends total im Eimer. Aber schön war es trotzdem.

6. Tag Trégastel: Heute soll hier der heißeste Tag des Jahres werden....was dann auch stimmte. Knapp über 30 Grad bis abends um 21 Uhr. Deswegen konnte man nur einen Strandtag einlegen. Morgens sind wir den Küstenpfad " sentier des douanes" von St. Guirec aus Richtung Perros gelaufen. Sehr schöner Weg mit tollen Ausblicken. Sollte man nur früh morgens oder später abends machen, da hier sehr viele Menschen unterwegs sind. Mittagessen in der Auberge Vielle Eglise in Trégastel, super lecker. 3-Gang Mittagsmenü für 16 Euro, da kann man nicht meckern. Nachmittags dann einfach an den Strand in Trégastel. Hier wehte eine leichte Brise und man konnte es gut aushalten. Das Wasser ist so unglaublich klar und an manchen Stellen sieht es aus wie auf den Malediven (aufgrund der großen Steine im Wasser). Bei Flut sieht es alles ganz anders aus. Abends noch einen Küstenspaziergang in Trégastel gemacht und den Sonnenuntergang genossen. Es wurde einfach nicht kühler....

7. Tag Trégastel: Wieder sehr heiß heute und keine Wolke am Himmel. Morgens sind wir ins Finistère gefahren um uns den Cairn de Barnenez, das größte Mausoleum Europas anzuschauen, es ist 4500 Jahre alt. Sehr beeindruckend und auch schön gelegen. Aufgrund der hohen Temperaturen war es für weitere Besichtigungen mal wieder zu warm und wir haben den Nachmittag am Strand und an der Küste verbracht, da hier immer ein Wind geht. Die kleinen Buchten auf der Ile Renot sind bei Flut wirklich ein Traum, es erinnert teilweise an die Südsee. Abends sind wir dann noch den Küstenweg in Ploumana'ch gelaufen und dann zog Küstennebel auf...herrlich erfrischend. Es kündigt den Wetterwechsel an. Nächste Woche wird es wohl nicht so schön werden..

8. Tag Trégastel: Endlich angenehmere Temperaturen und frischerer Wind, das tut gut. Heute morgen sind wir in das wunderschöne Dorf Pontrieux gefahren. Es liegt am Flüsschen Trieux und ist bekannt für seine alten Wäschereien am Fluss. Eine kleine Tour mit dem Boot lohnt sich, dort kann man alle "lavoires" anschauen. Wirklich ein sehr uriger Ort. Danach sind wir nach Tréguier gefahren, auch eine ganz tolles und pittoreskes Städtchen mit einem kleinen Hafen. In der Auberge de Trégor haben wir gegessen, wirklich sehr gut. Nachmittags haben wir noch das Chateau Roche Jagu besichtigt, zumindest die Gärten, die sind umsonst. Superschöne Lage mit idyllischen Gärten rundherum. Sehr sehenswert! Abends dann einen Küstenspaziergang am Strand in Trégastel...die schöne und kühlere Luft geniessen.

Letzter Tag in Trégastel :Morgens waren wir erst in der Distillerie Warenghem in Lannion und danach twas in der Stadt bummeln. Mittags sind wir wieder im Restaurant  "La Maison" in Trebeureden essen gegangen. Nach dem Mittag haben wir eine kleine Wanderung zum Pointe de Bihit, eine kleine Halbinsel bei Trebeurden gemacht. Die felsige und rauhe Landschaft hat an Schottland erinnert. Abends haben wir nochmal den Rundgang um die Ile Renot gemacht, die bei Flut ganz anders aussieht. Überall entstehen kleine Buchten. Es war wirklich schön in Tregastel....

 

Sa. 24.6. Fahrt nach Dinard: Heute war eigentlich schlechtes Wetter angesagt aber die Sonne scheint... Auf dem Weg nach Dinard haben wir einen Stopp in Moncontour eingelegt, ein sehr schöner mittelalterlicher Ort.  Alte pittoreske Gassen und schöne Steinhäuser in einer idyllischen Landschaft. Wir haben im mittelalterlichen Restaurant Chaudron Magique gegessen. Gegen Nachmittag sind wir in Dinard angekommen, das Ferienhaus kennen wir noch von vor zwei Jahren, als wir schoneimal in Dinard waren. Die Vermieter haben uns auch gleich wie Freunde begrüßt. Abends sind wir nach Dinard in die Stadt gelaufen, heute war die "Fete de la Musique". 

So 25.6. Dinard: Und wieder scheint die Sonne...nur bei angenehmeren Temperaturen. Morgens haben wir eine wunderschöne Wanderung in Minihic sur Rance (Flussufer der Rance) gemacht, der sentier littoral geht am gesamten Ufer der Rance entlang, man kann jeweils immer Teilstücke laufen. Der Weg bietet wunderschöne Ausblicke und immer wieder kleine Buchten am klaren Flusswasser. Am besten sollte man das bei Flut machen, ansonsten sieht es natürlich nicht so schön aus. Mittags haben wir in Dinard gegessen und waren noch am Strand, eine kleine Mittagspause gemacht. Abends haben wir uns den wunderschönen Ort Saint Suliac am anderen Ufer der Rance angesehen. Dieser gehört auch zu den 100 schönsten Dörfern Frankreichs. Sehr idyllisch und ruhig, wunderschöne Steinhäuser und Gassen.  Es gibtAussichtspunkt einen schönen Aussichtspunkt oberhalb des Dorfes, das Oratoire de Grandfollet. Von hier kann man den Sonnenuntergang auf der Rance anschauen und blickt auf den Ort Saint Suliac.

Mo 26.6. Dinard: Heute morgen ist es bedeckt. Gegen 10 Uhr sind wir Richtung Foret de Broceliande gefahren, gut eine Stunde von Dinard entfernt. In Paimpont angekommen schien auch schon wieder die Sonne. Mittagessen im Relais de Broceliande, war wirklich sehr gut. Dann haben wir das Gigantengrab (Tombeau Geant) gesucht aber leider nicht gefunden, da es nicht ausgeschildert war. Naja egal. weiter zum arbre d'Or (goldene Baum), dort sind wir den wunderschönen Rundweg durch den Wald und Aussichtsfelsen gelaufen. Kleine Weiher im Wald runden das Bild ab. Dieser Wald ist einfach magisch. Auf dem Rückweg noch einen Abstecher zur Chene Guilleton (1000 Jahre alte Eiche) in Concoret gemacht. Dieser Baum ist einfach der Wahnsinn. Ein sehr schöner und schwingungsreicher Ort. Danach haben wir uns noch das Chateau Comper, welches an einem schönen kleinen See liegt angesehen. Heute nachmittag war es sehr heiß und hier im Inland auch recht schwül, wir waren ziemlich im Eimer. Aber es war ein sehr schöner Tag !

27.6 Dinard: Heute morgen regnet es wie aus Eimern. Völlig ungewohnt...also sind wir morgens auf den schönen Markt in Dinard gegangen (halb draußen und halb in der Markthalle) und wie immer hat man zuviel Geld dort gelassen. Nachmittags einen Spaziergang im Park "Port Breton" und abends wurde es besser und wir sind nach Saint Malo gefahren. Diese Stadt ist wirklich unglaublich schön, die Altstadt "Intramuros" so beeindruckend. Diese tollen Gassen und die Lage direkt am Meer. Eine der schönsten Städte in Frankreich meiner Meinung nach...

28.6. Dinard:  Heute ist es wieder sehr wechselhaft. Mittags sind wir nach Cancale gefahren und haben dort zu Mittag gegessen. Dann haben wir die Küstenwanderung gemacht und sind erst nass geworden, dann kam aber die Sonne raus. Ein sehr schöner Weg mit tollen Aussichten.  Weiter zur Pointe de Grouin, ein Kap nördlich von Cancale...die Sonne scheint immer noch. Toller Blick auf das Meer, die umliegenden Inseln und Buchten. Es stürmt und die Luft ist herrlich. So eine Luft hätte ich gerne immer....aber bald geht es zurück ins stickig heiße Elsass...Noch 2 Tage...

29.6. Dinard: Und wieder scheint die Sonne obwohl Regen angesagt war. Das freut uns doch ! Morgens sind wir nach Dinan gefahren...diese Stadt ist einfach nur atemberaubend und wir haben sie zur schönsten Stadt Frankreichs gekürt. Ein Freilichtmuseum....diese mittelalterlichen Gassen voller Blumen, jedes Haus ist wunderschön und der Hafen einfach nur idyllisch. Nach dem Aufstieg auf die Tour d'Horloge (Kirchturm) mit einem tollen Ausblick haben wir am Hafen Mittag gegessen, sehr sehr lecker . Danach sind wir den schönen Wanderweg entlang des Flusses in das pittoreske Örtchen Lehon gelaufen.  Auf dem Rückweg haben wir noch das Chateau de Hunaudaye besichtigt, eine wirklich gut erhaltene und beeindruckende Burgruine ca. 45 Minuten von Dinan entfernt. Das war ein toller Tag. Die Füße tun weh aber es hat sich gelohnt !

Fazit: Die Bretagne ist ein Traum...die Luft, die Natur, die Orte....einfach wunderschön !