Das Drome Provencale & Vercors

Vom 8.4.-16.4. bin ich in Pont-de-Barret im Drome Provencale. Hier könnt Ihr meinen ausführlichen Reisebericht lesen mit vielen schönen Fotos.

 

1. + 2.Tag: Chateauneuf de Mazenc, le Poet Laval und Pont de Barret

Nach einer recht staureichen Anfahrt (Beginn der Osterferien) haben wir unser Domizil nach 7 Stunden Fahrt endlich erreicht. Die Gite "Mas de Payols"ist ein Traum mit einem riesigen Garten und Pool und auch innen sehr schön und gemütlich. Erstmal ankommen und einkaufen ....

Am nächsten Morgen haben wir uns Chateauneuf de Mazenc angeschaut, ein wahnsinnig uriges und mittelalterlches Dörchen mit Engen Gassen und dem Rest einer alten Kirche. Der Blick auf die Ebene und die Rapsfelder ist toll. Weiter ging es nach Le Poet Laval, ein etwas größeres mittelalterliches Dorf in toller Lage. Der Blick auf die "montagne Dromoise" ist wunderschön...Natur soweit das Auge reicht...Ruhe...der Duft von Flieder und Blumen...das nenne ich Erholung. Diese Gegend hier ist ein Traum. 

Mittagessen im Restaurant " Les Hospitaliers", wirklich eine Gaumenfreude aber man muss schon mit 30 Euro für Entrée & Plat rechnen. Es hat sich aber gelohnt! Der Ausblick von der Terasse ist unvergesslich.

Das Wetter spielt auch mit, es ist für Anfang April sehr warm, 25 Grad und sonnig...was will man mehr?

Abends haben wir uns noch Pont-de-Barret angeschaut, der Ort liegt sehr idyllisch vor eindrucksvollen Felsen, auch hier findet man pittoreske Gassen und schöne Ausblicke. Der Fluss Roubion bildet ein wunderschönes Flussbett und überall Becken mit türkisem Wasser, in dem man im Sommer baden kann. Welch eine schöne Natur....

 

 

3. Tag: Crest & Col de la Chaudiere

Der Versuch auf den Donjon (Burgfried) von Crest zu kommen, ist heute morgen leider gescheitert, da dieser nur nachmittags geöffnet hat. Also müssen wir es ein anderes Mal versuchen. Die Gassen um den Donjon sind sehr schön und der Blick auf Crest und die umliegenden Berge beeindruckend. Ansonsten würde ich Crest jetzt nicht unbedingt als schöne Stadt bezeichnen. Die Lage an dem schönen Fluss "Drome" allerdings schon. Zum Mittagessen hatte ich das Restaurant "La Garde Manger" in La Chaudière gebucht, ein winziges Dörfchen mitten in den Bergen. Als wir ankommen sagt mir der Besitzer, dass er geschlossen hat...aber ich hatte doch reserviert. Naja, wie die Franzosen so sind, durften wir trotzdem rein und hatten die Terasse mit dem wunderschönen Blick ganz für uns. Dann wurde uns auch noch ein 3-Gänge Menue vom feinsten gekocht...superlecker und einfach ein tolles Erlebnis ! Der Besitzer kocht auch gleichzeitig und das kann er wirklich. Danach noch ein schönes Stück in dieser wunderbaren Natur gelaufen und über den Col de Chaudière auf der anderen Seite wieder heruntergefahren. Tolle Blicke in die Berge des Drome und Vercors. Heute waren es 28 Grad....wirklich sehr warm für April.

Morgen ist Mistral angesagt, warten wir mal ab....

 

 

 

4. Tag: Ausflug in die Ardèche

Heute sind wir dem Mistral entflohen und in die Ardèche gefahren, sind ja nur 60 km. Diese Gegend kennen wir auch sehr gut und mögen sie auch sehr. Mittagessen im Restaurant " Les Tilleuls" in Lagorce (unser Stammrestaurant) und dann weiter nach Rochecolombe...was für eine tolle Entdeckung. Dieses uralte kleine Dorf liegt in einem Tal direkt vor einer Schlucht und es sieht hier wirklich auch, als wäre die Zeit stehengeblieben. Durch die alten Gassen steigt man empor zur Burgruine hoch über dem Dorf und hat einen phantastischen Ausblick bis in die Cevennen. Unterhalb des Dorfes fließt ein türkisblauer Bach und eine alte Steinbrücke lässt das ganze so idyllisch wirken, dass man einfach nur sitzen bleiben möchte...

Einer der schönsten Dörfer, die ich je gesehen habe...kein bisschen touristisch, keine Läden, kein Restaurant...einfach nur Idylle und Ruhe pur! 

 

 

5. Tag: Saou und der Foret de Saou

Der vor beeindruckenden Felswänden gelegene Ort Saou ist wirklich unglaublich urig und schön. Ein glasklarer Bach fließt den Ort und alte Steinbrücken runden das Bild ab. Der von riesigen Felsen eingekesselte Foret de Saou ist einzigartig in Europa. Hier kann man stundenlang durch den Wald laufen und auch größere Wanderungen zu diversen Aussichtspunkten unternehmen. Eine sehr schöne Wanderung geht von Saou los und heißt " Entre Roc et Estang" (Beschreibung beim office de Tourisme). Ca. 6 km und 170 Höhenmeter, nichts schweres aber ein unvergesslich schöner Rundweg mit traumhaften Ausblicken. Gegessen haben wir direkt im Ort in einem kleinen Restaurant unter Platanen. 

Dieser Ort und die Umgebung haben wirklich Eindruck hinterlassen...

Abends haben unsere Vermieter Serge & Catherine uns noch auf einen Aperitif eingeladen...was für eine tolle Unterkunft und Umgebung hier...

 

6. Tag : Parc naturel de Vercors / Donjon de Crest

Heute sind wir in den Vercors gefahren, dieses felsige Gebirge ist einfach klasse. Den ersten Halt haben wir am "Chute de la Druise" gemacht, ein gigantischer Wasserfall zu dem man hinab steigen kann. Abstieg ca. 15 Min., Aufstieg 25 Minuten (man braucht schon etwas Kondition). Der Weg lohnt sich aber, das glasklare Wasser der Gervanne und der Wasserfall sind wirklich ein Traum. Zum Mittagessen waren wir in der wunderschön gelegene "Moulin de la Pipe". Hier sitzt man direkt am plätscherndem Bach unter Platanen und das Essen schmeckt wirklich super. Direkt hinter der Moulin de la Pipe liegt die "Gorges d'Omblèze", eine kleine aber sehr beeindruckende Schlucht mit einem weiteren Wasserfall. Im Dorf Omblèze endet dann die Straße. 

Auf dem Rückweg haben wir in Crest angehalten und sind endlich auf den Donjon gekommen. Der Ausblick von oben ist unvergesslich und der Burgfried an sich sehr interessant.

Die Sonne scheint nun seit 6 Tagen ununterbrochen und es sind immer um die 23-25 Grad.  Mehr kann man nicht erwarten...was für ein schöner Tag !

 

7. Tag: Soyans und seine Burgruine

Wie immer scheint die Sonne...Heute morgen sind wir nach Soyans gefahren und auf die Burgruine gelaufen, der Blick ist phantastisch und das mittelalterliche Minidörfchen sehr idyllisch und sehenswert. Mittagessen gab es im wunderschönen Restaurant "La Fontainte Minerale" kurz hinter Pont de Barret. Man sitzt hier wirklich sehr gemütlich und das Essen ist fabelhaft. Nach dem Essen sind wir noch etwas am glasklaren Roubion Fluss gelaufen .

Weil es so schön auf der Burgruine war, sind wir zum Sonnenuntergang nochmal hingefahren und das hat sich wirklich gelohnt ! 

Leider ist morgen schon der letzte Tag...

 

 

8. und letzter Tag: Marsanne, Mirmande & Pont de Barret

Heute war es doch tatsächlich nachmittags bewölkt..unglaublich :) Morgens sind wir in einen der 100 schönsten Dörfern Frankreichs gefahren, nach Mirmande. Es hält wirklich was es verspricht, ein sehr schönes Dorf mit vielen mittelalterlichen und urigen Gassen. Schöner Ausblick auf die andere Seite der Rhone. An der Burgruine in Marsanne haben wir noch einen Halt gemacht weil der Blick auf die Ebene und die Berge des Vercors einfach phantastisch war. Mittagessen im Restaurant " Les Aubergistes", man sitzt unter Platanen, es ist günstig und das Essen sehr gut. Abends sind wir nochmal durch Pont-de-Barret gelaufen um Abschied zu nehmen....wir kommen wieder !! Das Drome ist wirklich unglaublich schön.